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Brunn jubelt über Auswärtssieg

Publiziert von Dominik Schneidhofer am 18. Okt. 2020

In Bad Vöslau siegte Brunn mit 3:2. Dabei gingen die Hausherren noch mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Nach der Corona-bedingten Quarantäne ging es für Bad Vöslau endlich wieder um Punkte. "Die erste Halbzeit war ausgeglichen, es gab Chancen auf beiden Seiten", meinte Bad Vöslau Co-Trainer Marco Wimmer. Michael Valtchev brachte die Hausherren nach 24 Minuten in Führung, aber auch die Brunner fanden einige gute Möglichkeiten vor. "So sind wir ein wenig glücklich mit 1:0 in die Pause gegangen", musste Wimmer zugeben. Nach dem Seitenwechsel machten sich bei Bad Vöslau vor allem individuelle Fehler in der Defensive bemerkbar. Denn nach einem Eckball konnte Matthias Nemetz zum 1:1 ausgleichen, ebenfalls nach einer Ecke gelang Klemens Obitsch die erstmalige Führung der Gäste. "Leicht zu vermeidbare Tore, aber so haben wir es dann verloren", ärgerte sich Wimmer. Lukas Lichtenstöger sorgte mit dem 3:1 für die Brunner für die scheinbare Vorentscheidung, Stefan Studnicka machte es mit dem 2:3 zehn Minuten vor Schluss aber noch einmal spannend. "Am Ende geht die Niederlage in Ordnung", bilanziert Wimmer. 

Bad Vöslau - Brunn/Geb. 2:3 (1:0)


Samstag, 17. Oktober 2020, Bad Vöslau, 195 Zuseher, SR Manuel Pemmer

Tore:
1:0 Michael Valtchev (24.)
1:1 Matthias Nemetz (49.)
1:2 Klemens Obitsch (60.)
1:3 Lukas Lichtenstöger (70.)
2:3 Stefan Studnicka (80.)

Bad Vöslau: P. Theissl - A. Dani (59. O. Savic) - D. Weber - S. Studnicka, M. Kral - M. Lagler - N. Ortner (76. B. Ayvaz), T. Meier - G. Sevcik, M. Cimbaro - M. Valtchev; L. Hofmann, D. Neubauer, S. Rauch
Trainer: Darko Dukic

Brunn/Geb.: C. Haselbauer - S. Hebenstreit - D. Würfel - S. Wieland - M. Juric (85. P. Wernitznig), J. Uhlig - D. Polster, M. Nemetz - R. Datler - L. Lichtenstöger (79. B. Kleindienst), K. Obitsch; L. Berka, J. Götz, L. Koller
Trainer: Robert Schiener

Karten:
Gelb: Stefan Studnicka (28., Foul) bzw. Matthias Nemetz (85., Unsportl.)

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Absagemöglichkeit bei Orange bleibt

Publiziert von Wolfgang Wallner am 16. Okt. 2020

Trotz "Prämie" des Landes: Klubs können sich auch weiter gegen Geisterspiele entscheiden. NÖFV-Präsident Hans Gartner spricht über die jüngsten Entwicklungen.

Mit der Einführung einer Geisterspielprämie hat die NÖ-Landespolitik auf die Aufschrei der blau-gelben Fußballszene reagiert - und die Wogen zumindestens ein wenig glätten können. Gestaffelt nach Spielklassen gibt's nun eine finanzielle Entschädigung bei Geisterspielen im Unterhaus. Bekanntlich dürfen in Niederösterreich Partien in orange gefärbten Regionen zwar gespielt wird, freilich aber nur vor leeren Rängen.

Den Schirm aufspannen

750 Euro kann beispielsweise ein 2. Klasse-Klub geltend machen, 3.500 Euro ein Regionalligist - so sieht's der am Donnerstag vorgestellte Schutzschirm des Landes vor. Beim NÖ-Verband hatte man versucht, die Politik von der Bedeutung der Zuschauerkulisse im Amateurfußball zu überzeugen. Der Schutzschirm entschärfe wenigstens "die finanzielle Komponente dieser Thematik spürbar", sagt NÖFV-Präsident Hans Gartner.

Die Lage abschätzen

Die erst vor wenigen Wochen geschaffene Möglichkeit, Partien ohne zugelassene Fans abzusagen, wird der Verband heuer nicht antasten. "Das ist intern noch nicht ausdiskutiert", erklärt Gartner. Die nächste planmäßige Sitzung des Sportreferats ist erst für 3. Dezember angesetzt. Seiner persönlichen Meinung müsse man sich die Entwicklung anschauen: "Der NÖFV sollte beobachten inwieweit diese neue Förderung bei oranger Ampel angenommen wird und erst nach Berücksichtigung etwaiger offener Herbstrunden für den Frühjahrsterminplan die Situation neu beurteilen."

Geisterspiel-Absagen erst am Freitag

Allerdings hat das Sportreferat am vergangenen Dienstag nachgeschärft, was die Absagemöglichkeit betrifft. Die Handhabe für Klubs in orangen Bezirken wurde analog zu Schlechtwetterabsagen geregelt. Das heißt: Abgeblasen werden können die Geisterspiele erst am Freitag nicht schon zu Wochenbeginn. "Damit ermöglichen wir dem Heimverein, auf aktuelle Verbesserungen in der Ampelschaltung zu reagieren. Wird am Freitag auf Gelb oder Grün heruntergeschaltet, kann der Klub ja vor Zuschauern spielen", erläutert Gartner.

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„Unsere Spieler, Fans, Betreuer und Funktionäre sind keine randalierenden Hooligans, sondern lieben den Fußball“, stellt sich LAbg. Hannes Weninger vor seine Vereine. Als Präsident der Jugendhauptgruppe Südost des NÖ-Fußballverbandes befürchtet er durch verordnete Geisterspiele nicht nur finanzielle Einbußen, sondern einen Imageverlust für den Amateur- und Nachwuchssport.

„Spiele ohne Zuseher, Kantine, Sponsoren, Tombola und Spenden können die meisten Vereine finanziell nicht lange durchhalten und stoßen hunderte ehrenamtliche Funktionäre, treue Stadionbesucher und sportbegeisterte Eltern vor den Kopf“, fordert Hauptgruppenobmann Harry Zeller sowie Jugendhauptgruppenobmann Bernhard Bauer eine Rücknahme des Publikumverbotes.

Für Weninger, Zeller und Bauer sind die angebotenen Zuwendungen des Landes ein willkommener Tropfen auf den heißen Stein. 

„Selbstverständlich steht die Gesundheit unserer Spieler, Betreuer und Fans an oberster Stelle. Mit Hygiene, Abstand, Maske, Registrierung und einer Kantinensperre kurz nach Spielende können wir die Meisterschaft von der U6 bis zu den Kampfmannschaften weiterführen“, hoffen wir auf eine zufriedenstellende Regelung für den Amateur- und Breitensport in Niederösterreich.“

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Nächster Kracher steht an

Publiziert von Alexander Wastl am 8. Okt. 2020

Mit vier Siegen en suite startete der ASK Kaltenleutgeben in die Saison, zuletzt wurde man im Spitzenspiel gegen den ASK Bad Fischau-Brunn aber unsanft von "Wolke sieben" geholt - es setzte eine 0:3-Pleite.

"Ein Spiel auf Augenhöhe. Das Spiel hätte anders ausgehen können, aber aufgrund der Abgeklärtheit haben sie sich das verdient", musste Kaltenleutgeben-Coach Boban Ziljkic anerkennen. Leichter wird es für die Grün-Weißen am kommenden Wochenende jedenfalls nicht: Mit Ebreichsdorf gastiert der nächste Titelanwärter im Waldstadion. Die Mannschaft von Trainer Christopher Maucha liegt punktegleich mit Leader Bad Fischau auf Platz zwei (16).

Casino Baden und Wiener Neudorf kämpfen gegen Krise

Von der Tabellenspitze nur träumen können aktuell Casino Baden und der SV Wiener Neudorf. Beide Teams warten weiterhin auf den ersten vollen Erfolg. "Das Problem ist, dass wir vorne und hinten bei den entscheidenden Momenten Fehler machen. Wir brauchen einfach den Erfolgsmoment, dann wäre alles einfacher", analysiert Baden-Coach Rainer Weiß die Situation. Nächste Möglichkeit für ein Erfolgserlebnis gibt es gegen Kirchschlag. Wiener Neudorf steht überhaupt ohne Punkt am Tabellenende da. "Natürlich ist das ein Fehlstart und ich würde verstehen, wenn ich als Trainer von manchen infrage gestellt werde. Der Trainer ist das schwächste Glied. Ich bin aber der Meinung – und habe ähnliches Feedback bekommen – dass mit dem momentanen Kader nicht viel mehr drinnen ist", führt Neudorf-Trainer Sandor Partin die Misere unter anderem auf Personalprobleme zurück. Kommendes Wochenende kommt es zum Duell "David gegen Goliath", wenn Wiener Neudorf gen Bad Fischau reist.

Katzelsdorf gut in Schuss

Zuletzt musste der SV Wiener Neudorf gegen Katzelsdorf leiden, vier "Trümmer" schenkte der SC den Blau-Gelben ein. Die Lackner-Elf feierte zuletzt zwei Siege in Serie, ist gut in Schuss. Dreifacher Torschütze beim 4:0-Sieg gegen Wiener Neudorf: Berkin Gürünlü. "Er ist momentan unsere absolute Versicherung. Er trifft wie er will", freut sich Trainer Peter Lackner einen Offensiv-Spieler in Top-Form in seinen Reihen zu haben. Gegen Guntramsdorf wollen die Katzelsdorfer ihre Mini-Serie ausbauen. Gürünlü ist jedenfalls "heiß": er bezeichnet das Überschreiten der 20-Tore-Marke am Ende der Saison als "absolutes Traumziel". 

Leopoldsdorf baut gegen Marienthal auf Serie

Ebenfalls gut in Fahrt ist der ASK Marienthal, der in der Spitzengruppe mitmischt. Allerdings steht nun das unangenehme Duell beim SC Leopoldsdorf an: Die letzten beiden Duelle gingen verloren. Marienthal-Coach Manfred Rosenegger weiß, dass es auch diesmal ein harter Kampf werden wird: "Das ist eine gute Mannschaft mit viel Qualität." Das untermauerte Leopoldsdorf nicht zuletzt mit einem 1:1 im Spiel gegen Titelkandidat Bad Fischau. Das Selbstvertrauen beim SCL stimmt jedenfalls. "Wir spielen gegen Marienthal auf Sieg", verkündet Trainer Abraham Aurohom.

Die nächste Runde

Freitag, 19.30 Uhr: Baden Casino - Kirchschlag/BW (Karacaot), Leopoldsdorf/Wien - Marienthal (Radev), Wr. Neudorf - Bad Fischau-Brunn (Reiss), Reisenberg - SC Wr. Neustadt Amateure (Knezevic). Samstag, 15.30 Uhr: Kaltenleutgeben - ASK Ebreichsdorf (Toiflhart), Katzelsdorf - Guntramsdorf (Hertelt). 18 Uhr: Trumau - Felixdorf (Pottendorfer).

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"Gemeiner Anschlag auf die Existenz der Fußballvereine":
Unterhaus-Obmann wütet gegen Politik!

So äußert nun der Obmann des Unterhaus-Klubs SVSF Pottschach (2. Klasse Wechsel) in einem offenen Brief seinen Unmut über die angekündigten Maßnahmen. Das Wut-Schreiben von Filip Blazanovic hat es in sich. 

Der offene Brief von SVSF-Obmann Filip Blazanovic im Wortlaut

Ja, wir haben eine Pandemie. Und ja, man muss die Sache ernst nehmen. Aber ganz vehement sagen wir NEIN dazu, uns die schönste Nebensache der Welt von Ahnungslosen zerstören zu lassen. Denn nichts anderes tun die neuen Maßnahmen des „Sportlandes Niederösterreich“ bei Ampelfarbe Orange.

Wenn schon die sogenannten dritten Halbzeiten der Aufhänger gewesen wären, dann hätte es locker gereicht, die Kantine, sagen wir, zwei Stunden nach dem Spiel dicht zu machen. Das wäre zwar auch ein „Magenweckerl“ gewesen, aber nach der zeitintensiven Erstellung und professionellen Umsetzung von jetzt schon vier jeweils aktuellen C19-Präventionskonzepten hätten wir auch diesen Ärger mit einem Flascherl Punti runtergeschluckt. Aber die jetzige Vorgehensweise, die nicht mal im Ansatz logisch oder verständlich ist, hat mit einem Schlag in die Magengrube nix mehr zu tun, viel mehr ist sie ein gemeiner Anschlag auf die Existenz der Fußballvereine. Ich wage zu behaupten, dass das Land NÖ hier nur der Befehlsüberbringer ist und dass der Fußball ausschließlich für Machtspielchen von ganz oben missbraucht wird.

Was ich umso trauriger finde, ist, dass der NÖFV, und das ist immerhin der größte Sport-Fachverband Österreichs, aber auch überhaupt nichts mitzureden hat. Ich will da persönlich auch niemanden angreifen, aber wenn ich von SO EINER Entscheidung ÜBERRASCHT werde und in der Folge alle meine Bitten und Anfragen abgeschmettert werden, dann sitzen nicht nur die falschen Leute in der Führung, nein, dann hab ich einfach KEINE LOBBY. Eine Lobby, die die Künstler jedenfalls haben dürften, denn dass Kulturevents INDOOR weiter stattfinden dürfen und Sportevents OUTDOOR nicht, entbehrt jeder menschlichen Logik. Wie sagt man so schön: Wenn es dir schlecht geht, merkst du deine wahren Freunde. Die Tatsache, dass der NÖFV den Vereinen bei Orange zwar das „Absagerecht“ zugesteht, aber gleichzeitig damit droht, ganze Fußballklassen absteigen zu lassen, wenn sie sich solidarisieren, ist für mich der eigentliche Skandal. Der Verband hat sich mit uns Vereinen zu solidarisieren. „Liebe Vereine, so geht das nicht. Lasst uns mal ein zwei Runden streiken, blablabla.“ So oder so ähnlich hätten wir uns das gewünscht. Stattdessen haben Sie es nicht mal geschafft, dem Land NÖ die Finanzierung der Schirikosten für mögliche Geister-Heimspiele zu entlocken. Ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, dass am 7. November die NÖFV-Hauptversammlung im VAZ St. Pölten stattfindet. 500 Vereinsvertreter in einem Saal, der eine oder andere (auch aus dem Verbandsvorstand) mit erhöhter Temperatur (nicht wegen Corona), dazu die Gefahr von erhöhtem Aerosol-Aufkommen: Das stell ich mir sehr lustig vor.

Aber bevor ich mich jetzt in Rage schreibe, stoppe ich den Ball, halte ihn wieder flach und kehre auf die sachliche, ich korrigiere, auf die emotionale Ebene zurück. In Pottschach gehen die Menschen nicht auf den Sportplatz, weil sie Champagner-Fußball sehen wollen. Nein. Sie gehen zum einen in die Moving-Arena, weil sie die Burschen im rot-weißen Trikot alle kennen, die da auf dem Platz stehen, weil sie sich mit ihnen identifizieren können und weil die Burschen nach dem Spiel alle in die Kantine kommen und rege Gespräche stattfinden. Zum anderen gehen in Pottschach die Leute auf den Platz, weil sie hier vor 50 oder weniger Jahren ihre ersten Fußballschuhe zerrissen haben, weil sie hier nicht nur Siege und Meistertitel rauschend gefeiert sondern auch den Kummer nach Niederlagen und Abstiegen gemeinsam ertränkt haben. Das verbindet, das ist Tradition und das wird beim SVSF groß geschrieben: Auch Günther Grill und seine Jünger haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Und zu guter Letzt kommen die Menschen hier her, weil es ein Ort ist, wo man in frischer Luft noch sozialen Kontakt mit Bekannten haben kann, man gut unterhalten wird und wo man sich wohl fühlt. So ganz nebenbei freuen sich viele Gegner am meisten auf das Auswärtsspiel in der Moving-Arena, weil da was los ist. Auf all diesen Pfeilern ist der SVSF Pottschach neben seiner Aufgabe als Ausbildungsverein für den Nachwuchs gebaut. Und so ganz nebenbei: All diese vielen Menschen, die ich gerade erwähnt habe, waren es, die beim „Spiel des Jahrhunderts“ eifrig Tickets gekauft und so unseren Verein in seiner bisher schwersten Stunde gerettet haben. Ich will nicht unter den Tisch kehren, dass uns auch das Land und der NÖFV dabei unterstützt haben.

Was ich abschließend damit sagen will: Sind Leute auf dem Platz, ist der SVSF finanziell gesund. In dem Moment, wo die KM unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielt, würde das ganze Konstrukt zusammenbrechen. Und wenn wir das Ganze weiterspinnen und realistischerweise damit rechnen müssen, im heurigen Winter keinen Brauchtumslauf, keinen Adventmarkt und kein Sportlerkränzchen veranstalten zu können, dann wären Geisterspiele gleichbedeutend mit dem Todesurteil für den SVSF. Ich will mir gar nicht vorstellen, was das für die Spieler, Jugendkicker und all die anderen Menschen, die mit dem SVSF verbandelt sind, bedeuten würde. Und ich bin mir fast sicher, dass es vielen Bezirksvereinen (mit den Wechselklasseklubs befinden wir uns seit heute in Gesprächen, die in den nächsten Tagen intensiviert werden) genauso gehen wird…

Was ich als Obmann im letzten halben Jahr aber auch gelernt habe: Mache keine Pläne, schau nicht zu weit in die Zukunft, denke kurzfristig. Jeden Tag kann sich eine neue Situation ergeben, kann sich etwas verändern. Freuen wir uns, dass die Moving-Arena zunächst mal am Sonntag annähernd voll (das bedeutet maximal 250 Zuschauer) sein wird. Genießen wir ein spannendes Fußballspiel zwischen Pottschach und Natschbach so, als wäre es das letzte Mal. Und dann schauen wir, wie´s weitergeht…

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Neudorf verbucht deftigen Fehlstart

Publiziert von Markus Rubanovits am 7. Okt. 2020

Mit einem zu dünnen Kader winkt der SV Wr. Neudorf nach vier Spielen mit null Punkten vom letzten Platz.

Sandor Partin, Wr. Neudorfs Trainer, hatte auch beim 0:4 gegen Katzelsdorf sowie beim 2:3 im Nachtragsspiel gegen Reisenberg wieder gröbere Personalprobleme. Jonathan Hallatschek fehlte nach seiner Verletzung gegen Kaltenleutgeben weiter. Der bisher größte Lichtblick der Saison, Bruno Tarzi, zog sich letzte Woche eine Schienbeinentzündung zu. Dazu fehlten die Langzeitverletzten, Thomas Bauer und Paul Praschinger weiterhin.

Admir Subasic spielte leicht kränklich. „Da bleiben uns dann leider nicht mehr viele Alternativen. Wir haben in der Breite leider nicht die Qualität, so viele Ausfälle zu kompensieren“, schüttelt Partin den Kopf. Nach vier Spielen gibt es eine äußerst ernüchternde Bilanz. Vier Niederlagen und eine Tordifferenz von -12. „Natürlich ist das ein Fehlstart und ich würde verstehen, wenn ich als Trainer von manchen infrage gestellt werde. Der Trainer ist das schwächste Glied. Ich bin aber der Meinung – und habe ähnliches Feedback bekommen – dass mit dem momentanen Kader nicht viel mehr drinnen ist. Wir trainieren und spielen brav, aber schaffen es nicht, Ergebnisse zu erzielen. Den Dingen muss man in die Augen schauen“, zeigt sich Partin nachdenklich.

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Heiße Sitzung in Prottes

Publiziert von David Aichinger und Dominik Siml am 7. Okt. 2020

90 Prozent der Nord-Vereine befürworten eine Unterbrechung. Konsequenzen hat das kaum.

Gute zweieinhalb Stunden, viel Diskussion, nicht allzu viele Ergebnisse – das war die kurzfristig einberufene Versammlung der Hauptgruppe-Nord-Vereine am Samstag in Prottes in wenigen Worten.
Zunächst einmal überraschte einer alle: Nicht nur Hauptgruppenobmann Günther Breiner, der die Vereine geladen hatte, stellte sich den kritischen Fragen, sondern auch Präsident Johann Gartner höchstpersönlich. „Es ist super, dass er gekommen ist, obwohl ich vergessen habe, ihn einzuladen“, eröffnete Breiner seine Ansprache und resümierte hinterher: „So hat er sich selbst einen Eindruck verschaffen können.“

Der war nach einem intensiven, aber fairen Meinungsaustausch durchaus nachhaltig: Rund 90 Prozent der anwesenden Vereine blieben sitzen, als Hohenau-Obmann Roman Hallas all jene, die gegen eine Unterbrechung sind, bat, sich von ihren Sitzen zu erheben. Für Hallas ein starkes Zeichen: „Ich habe es geschafft, den Norden zu 90 Prozent zu einen. Das war noch nie da in dieser Breite, das hat mir gefallen.“ Der Hohenau-Funktionär hatte in seiner Rede für eine Unterbrechung der Meisterschaft als „einzige Lösung“ geworben und das mit mehreren Verweisen auf das Vereinsgesetz sowie Haftbarkeiten erklärt. Von den Kollegen kam dafür viel Zustimmung.

Eine Abstimmung mit Konsequenzen war das klare Befürworten einer Unterbrechung freilich nicht. Das machte Breiner schon davor klar: „Es hat keinen Sinn, Abstimmungen zu machen, die nichts bringen, weil sie im Vorstand sowieso nicht durchkommen.“ Breiner selbst hatte bei der NÖFV-Vorstandssitzung am Dienstag der Vorwoche im Namen des Nordens einen Antrag auf Unterbrechung der Meisterschaft eingebracht, aber auch als einziger des rund 25-köpfigen Gremiums dafür gestimmt – der Antrag wurde abgeschmettert!

Konkrete Lösungen brachte die Prottes-Sitzung demnach nicht, nur ein paar Ansätze. Mittels Briefen sollen etwa regionale Politgrößen von den Vereinen dazu angehalten werden, Druck auf die Landesregierung auszuüben, die harten Zuschauer-Maßnahmen nochmal zu überdenken. Weiters finden dieser Tage Gruppensitzungen der einzelnen Ligen statt, am Dienstag (nach Red.-Schluss) traf sich etwa die Gebietsliga Nord/Nordwest in Stockerau, am Donnerstag kommt die 2. Klasse Marchfeld in Strasshof zusammen. Ziel: sich zumindest ligaintern auf eine Unterbrechung zu einigen. Diese soll ohne Konsequenzen möglich sein, weil es reichen würde, die Herbstmeisterschaft bis Ende Juni 2021 durchzubringen, um sie werten zu können.

In den meisten Ligen gibt es aber ein paar wenige Klubs, die weiterspielen wollen, auch in der 1. Klasse Nord (siehe Artikel rechts). Das Gros der Vereine hat für die Spiele des nächsten Wochenendes aber schon von seinem Absagerecht Gebrauch gemacht oder hatte Stand Montagabend vor, das noch zu tun.

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Süden will die Politik wachrütteln

Publiziert von Wolfgang Wallner am 6. Okt. 2020

Geisterspiele bzw Absagen könnten für manche Klubs das Aus bedeuten. Hauptgruppe Süd forciert die "Mobilisierung" der Basis.

Dem Fußball weht ein scharfer Wind entgegen. Vor allem in jenen Regionen, wo die Corona-Ampel auf orange steht. Halb Niederösterreich ist mittlerweile betroffen. Im halben Bundesland dürfen Amateurspiele also nur vor leeren Rängen stattfinden. Die NÖFV-Spitze setzt auf "Druck von der Basis". Die Hauptgruppe Süd hat sich am Montag zur Erarbeitung eines Musterbriefs an die jeweiligen lokalen Landtagsmandatare und die Landesregierungsmitglieder entschieden. "Mobilisiert innerhalb Eures Vereines alle Funktionärinnen/Funktionäre, alle Aktiven und wenn möglich auch deren Angehörige! Je mehr, umso besser! Nur so gelingt und das, was in dieser Situation höchst notwendig ist: Das Erzeugen von politischen Druck!" So der Appell aus dem Süden. Hauptgruppenobmann Franz Hummer (im Bild) und die Gruppenobleute unterstützen die Aktion.

Der Brief an die Landespolitik

Sehr geehrte Landeshauptfrau! Sehr geehrte Landesrätin! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrter Abgeordneter!

Wie Sie sicher den Medien entnehmen konnten, hat die Regelung der NÖ-Landesregierung, Outdoorveranstaltungen wie den Fußball bei einer orangen Covid-Ampelschaltung nur mehr ohne Zuschauer zuzulassen, zu einem massiven Aufschrei bei den Funktionären der niederösterreichischen Amateurvereine geführt.

Die Vereine haben viel Zeit und auch Geld investiert, um die vorgegebenen Präventionsmaßnahmen des Bundes zur Durchführung von Sportveranstaltungen umsetzen zu können. Diese ganzen Bemühungen scheinen im Hinblick auf den Ausschluss der Zuschauer umsonst gewesen zu sein?

Es ist für keinen ehrenamtlichen Funktionär nachvollziehbar, warum Kulturveranstaltungen Indoor bei der gleichen Warnfarbe mit 250 Zuschauern stattfinden dürfen, Fußballspiele im Freien jedoch bei ebenfalls zugewiesenen Sitzplätzen nicht.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass Bundesligaspiele in Bezirken mit Besuchern mit oranger Ampelschaltung stattfinden dürfen, im Amateurbereich jedoch keine Zuschauer erlaubt sind.

Es besteht Unverständnis darüber, dass als Begründung für das Zuschauerverbot die Ansteckungsgefahr im Rahmen von geselligem Beisammensein nach Spielende angeführt wurde. Derartige Gefährdungen könnten durch andere Maßnahmen, wie Kantinenschließungen nach Spielende problemlos verhindert werden. Auch Behauptungen, wonach sich zahlreiche Personen „beim Sport“ angesteckt hätten, sind nicht verifizierbar, zumal das Ansteckungsrisiko im Freien bekanntermaßen als äußerst minimal anzusehen ist.

Ferner besteht eine Ungleichbehandlung und Wettbewerbsverzerrung mit jenen Vereinen, die zwar beim NÖ-Fußballverband an der Meisterschaft teilnehmen, deren Sportanlage jedoch in einem anderen Bundesland beheimatet ist und daher derartigen Beschränkungen nicht unterliegen.

Weiters wird auf Bundesländerübergreifende Wettbewerbe, wie beispielsweise die Regionalliga Ost verwiesen, bei welchen die niederösterreichischen Vereine durch diese Maßnahme gravierend benachteiligt werden.

Neben den fehlenden Einnahmen aus dem Karten- und Kantinenverkauf besteht eine erhebliche Gefahr, dass Sponsoren ihre Unterstützung einstellen werden, zumal Werbetafeln und Werbemittel nicht im Sinn der Sponsoren eingesetzt werden können und diese auch Gefahr laufen, dass ihre Beiträge steuerrechtlich nicht mehr als Absetzposten anerkannt werden.

Da wir nach wie vor der Meinung sind, dass der Fußballsport ein wesentlicher Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung beiträgt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Aufrechterhalten des Spielbetriebes nicht lange möglich sein wird, ersuchen wir, dass Sie uns in Ihrem Wirkungsbereich unterstützen, damit der Ausschluss von Zuschauern Zuschauerbeschränkung seitens der NÖ-Landesregierung überdacht und hoffentlich zurückgenommen wird.

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Der Norden bespricht sich

Publiziert von David Aichinger 

Am Dienstag plädierte Günther Breiner bei der NÖFV-Vorstandssitzung ohne Erfolg für eine Unterbrechung der Meisterschaft. Jetzt trifft der Obmann der Hauptgruppe Nord am Samstagvormittag "seine" Vereine.

Der Hauptgruppenobmann im Norden wollte bestmöglich vorbereitet in die Vorstandsitzung des Niederösterreichischen Fußballverbands (NÖFV) am vergangenen Dienstag gehen. Darum startete Günther Breiner schon in der Woche davor eine Umfrage unter den Nord-Vereinen. Einfacher Inhalt: wollt ihr unter den gegebenen Voraussetzungen (regelmäßige Absagen, Teams in Quarantäne, ...) weiterspielen oder nicht? Die von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verkündete "Bombe" des Zuschauerstopps bei oranger "Corona-Ampel" war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplatzt, Grundtenor der Vereine deshalb: weiterspielen ja, die wirtschaftlichen Konsequenzen müssen aber im Auge behalten werden.

Selbstredend, dass der freitägige Auftritt der Landeshauptfrau die Stimmung grundlegend kippte, nicht nur im Norden sondern im ganzen Land explodierten die Gemüter. Breiner zeigt wie seine Vereine Unverständnis über diese Entscheidung auf Landesebene, er stimmte sich neuerlich ab und stellte in der Vorstandssitzung am Dienstag auch einen entsprechenden Antrag auf Unterbrechung der Meisterschaft und möglicher Fortsetzung mit gegebenen Maßnahmen im Frühjahr. Bei der folgenden Abstimmung ging allerdings nur eine der rund 25 möglichen Hände nach oben - Breiners eigene. "Das ist ok, wir sind demokratisch, dann machen wir weiter", sagt der Funktionär, der auch Verständnis für die Entscheidung seiner Kollegen aufbringt und den vielgescholtenen NÖFV-Präsidenten Johann Gartner nicht beneidet: "Es gibt ja Vereine, die in grünem Bereich zu Hause sind und spielen können und wollen. Dann hast du Vereine in orangem Bereich, die Spiele verschieben und unterbrechen wollen. Wem soll ich jetzt recht geben?"

Ein Vorgeschmack auf Samstag

Der Aufschrei unter den Nord-Vereinen, speziell in der 1. Klasse Nord, die im Vorfeld der Verbandssitzung öffentlich den Revoluzzer gab und mit Streik drohte, liegt Breiner dennoch im Magen. Über seine Gruppenobmänner ließ der Obersiebenbrunner kurzerhand zu einer Versammlung einladen, die am Samstag um 10 Uhr in der Protteser Sporthalle stattfindet. Geladen sind alle Klubs der Gruppe Nord und solche, die an den Bewerben hierzulande teilnehmen, wie etwa die Nordwest-Vereine in der 2. Klasse Weinviertel Nord. Breiners vorrangiges Ziel: deeskalieren.

Sein Stellvertreter Manfred Glasl saß vorab schon einmal mit den Gebietsliga-Vertretern der Gruppe Nord zusammen, mit jenen des Nordwestens hat er ein Treffen Anfang der kommenden Woche angedacht. Die Stimmung in der Protteser Sportplatzkantine sei am Donnerstag jedenfalls schon ein kleiner Vorgeschmack auf Samstag gewesen. Glasl sprach nicht von Streit, aber "durchaus lauten" Diskussionen.

Halb Niederösterreich fragt sich: wie reagiert die 1. Klasse Nord?

Mit dabei werden am Samstag sicher auch Vertreter der 1. Klasse Nord sein, die aktuell landesweit im Fokus steht. Über den Facebook-Account des ATSV Deutsch-Wagram wurde noch am Wochenende hinausposaunt, was die Vereinsvertreter in einer internen WhatsApp-Gruppe besprochen hatten. Die Vereine hätten sich geeinigt, im Falle einer Orange-Schaltung, egal ob Gänserndorf oder Mistelbach (alle Teams der 1. Klasse Nord sind in diesen beiden Bezirken zu Hause, Anm.) geschlossen nicht mehr anzutreten, bestätigte ATSV-Obmann Werner Matzinger auch gegenüber der NÖN (hier geht's zum Bericht).

Der Verband reagierte mit harter Hand, drohte den "Revoluzzern" mit Zwangsabstieg (Details zu dieser Entscheidung lesen Sie hier, eine Analyse von NÖN-Sportchef Bernhard Schiesser hier). Seither häufen sich weit über die Bezirksgrenzen hinaus die Fragen: was macht die 1. Klasse Nord? Wie reagieren die Klubs auf diese Nachricht? Teil eins der Antwort ist klar, war es aber auch schon vor der Verbandssitzung: am Wochenende wird ganz normal gespielt. Ihre Reaktion auf den Zuschauerstopp ab 5. Oktober wollten die 16 Klubs von vornherein erst ab diesem Datum umsetzen.

Gruppenobmann Wachter: "Nie die Rede von einem Streik"

Teil zwei liegt nach der heute erfolgten Ampel-Schaltung - Gänserndorf blieb orange, Mistelbach wurde orange - auch auf der Hand: so lange die Ampel so bleibt, dürfen alle Vereine ihre Heimspiele absagen, die Saison wäre also fürs Erste unterbrochen. Der Großteil der Klubs will das laut Gruppenobmann Richard Wachter auch machen. Ein ähnliches Szenario wird aktuell etwa auch für die nur im Bezirk Gänserndorf beheimatete 2. Klasse Marchfeld andiskutiert.

Dass alle Welt auf die 1. Klasse Nord blickt, liegt in der offensiven Vorgehensweise vor der dienstägigen Verbandssitzung. Gruppenobmann Richard Wachter berichtet von unzähligen Stunden, die er in den vergangenen Tagen mit Telefonaten oder WhatsApp-Nachrichten verbrachte. Der Auersthaler versucht zu kalmieren: "Ich weiß nicht, warum die Wogen so hochgeschaukelt sind. Wir waren wie alle anderen Vereine im Norden für eine Unterbrechung. Mit dieser Info ist Günther (Breiner) am Dienstag nach Lindabrunn gefahren." Wie diese Grundsatzeinstellung schon am Wochenende davor öffentlich platziert wurde, gefiel Wachter weniger, denn: "Es war nie die Rede von einem Streik. Ein einziger ist vorgeprescht, hat auch mit der Krone telefoniert. Das war in dieser Form mit Sicherheit nicht geplant, vor allem nicht im Namen der 1. Klasse Nord." Namen wollte Wachter keinen nennen, gemeint war aber der vorhin erwähnte Deutsch-Wagramer Obmann Werner Matzinger.

Uneinigkeit in der Liga

Der tauschte via Facebook auch schon öffentlich Meinungen mit anderen Ligavertretern aus, wie Großebersdorf-Trainer Christian Kraml, der generell für ein Weiterspielen plädiert, sich mit seinem Verein aber der Mehrheitsmeinung gebeugt hatte. "Viele Vereine äußern ihren Unmut, was vollkommen in Ordnung ist! Aber rauszuposaunen, dass die 1. Klasse Nord aussteigt, war vollkommen falsch", kommentierte Kraml die bereits weiter oben erwähnte meinfussball-Analyse von Bernhard Schiesser. Matzinger plädierte in seiner Antwort für ein persönliches Gespräch, verteidigte sich aber auch: "Das sehe ich anders. Die Vereine aus anderen Klassen wären nicht unserem Beispiel gefolgt und würden jetzt nicht so an die Öffentlichkeit gehen! Und wir haben keinen Ausstieg beschlossen, sondern dass bei Orange unterbrochen werden soll."

Letzteres geht in der aktuellen Diskussion auch für Wachter unter, denn: "Mit Orange darfst du eh absagen. Eine Lösung hat man ja gefunden. Das ist ein bisschen in diesem Streikthema untergegangen." Dass diese Variante weitere Probleme mit sich bringt, sei allerdings auch nicht wegzudiskutieren. Wann soll man all diese Spiele nachtragen? Trainieren die Vereine weiter? Was passiert, wenn die Ampel nach vier Wochen auf orange überraschenderweise doch wieder auf gelb geschalten wird und man plötzlich wieder spielen muss? "Dann spielen wir auch, dann geht es ja mit Zuschauern", wirft Hauptgruppenobmann-Stellvertreter Glasl ein. Die sportliche Wertigkeit sei freilich eine andere Frage.

Viele Themen also, die bei der morgigen Versammlung in Prottes sicher heiß diskutiert werden. Nicht nur Wachter glaubt deshalb: "Das wird wahrscheinliche eine längere Sitzung."

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Fanz W.:

Liebe Sportfreunde,
habe soeben zufällig (weil ich diese Sendung sonst nie schaue) die NÖ-Ausgabe von "Bundesland heute" gesehen und verstehe all jene, denen der Geduldsfaden reißt und die lautstarke Protestaktionen vor dem Landhaus fordern immer besser.   Zuerst der NV-Direktor der Kremser Handballer, der unterm Strich "eh alles nicht so schlimm" sieht, aber doch bemerkte, dass sogar der NPO-Bundesfonds gestern ausgelaufen ist. Kein Wort und keine Forderung an das Land NÖ. Sehr durchsichtiges "Auftragsinterview...".  Wenige Minuten später: WEITERE  1,5 Mio aus LANDESMITTELN für Kunst und Kultur, persönlich von der Frau Landeshauptmann genehmigt!!!!

Alle NÖ Sportverantwortlichen müssen sich ja vollkommen diskreditiert unter hintergangen vorkommen und ich fürchte, der Deckel des Erträglichen wird demnächst explodieren. Und soll nur ja keiner behaupten, bei den Kulturevents haben sich nicht auch schon 90 Personen angesteckt....
Der Sport ist nirgends. Das Sportland NÖ ist tot. Einfach unerträglich!!!! 

Hoffentlich kommt der Tag, an dem man den Verantwortlichen die Rechnung für diese Einseitigkeit präsentiert. Auch jenen "Mitschwimmern" in der Landesregierung, die mit halbherzigen Argumenten das leider auch noch verteidigen (müssen).
_____________________________________________________________

Robert K.: 

Wie medial ja schon berichtet und vom NÖFV noch am Dienstag ausgeschickt, hat es in dieser Woche eine Vorstandssitzung des NÖFV gegeben. Uns allen war klar, dass auf die unverständlichen Sanktionen der Landesregierung gegen den Amateurfußball Reaktionen gesetzt werden MÜSSEN! Folgende Szenarien wurde dabei sehr offen diskutiert:

  1. Aussetzen der Meisterschaft auf (un-)bestimmte Zeit
  2. Protestmaßnahmen in St. Pölten
  3. „Konstruktiver Widerstand“

Wir haben uns letztlich unter dem dritten Punkt gefunden (in der Tagesordnung wird er allerdings nicht so bezeichnet). Und bei diesem Punkt setzen und bitten wir schon jetzt um eure aktive Unterstützung!

Worum werden wir euch bitten:

Ihr werdet von uns in der nächsten Woche einen „Musterbrief“ als Vorlage bekommen. Den dürft ihr entweder so verwenden, adaptieren, umformulieren – völlig egal. Wichtig wird nur sein, dass ihr alle Funktionäre, Mitarbeiter, Spieler, Angehörige bittet, dieses (oder ein ähnliches) Schreiben so zeitnah als möglich an die politischen Mandatare der gesetzgebenden Körperschaften in eurem Bezirk (Adressen liefern wir mit) zu schicken – je mehr sich innerhalb des Vereines daran beteiligen, umso besser ist das für unser gemeinsames Hobby!

Natürlich darf und soll das auch nach St. Pölten geschickt werden!!!

Klar ist:

  • Die Begründung für das „Zuschauerverbot“ ist an den Haaren herbeigezogen. Faktum ist, dass in Summe knapp 6 Prozent der Infektionen in Niederösterreich dem SPORT- UND FREIZEIBEREICH (da ist Fußball nur ein Teil davon) zuzuschreiben sind! Suggeriert wurde: 69 Prozent kommen aus dem Fußball!!!
  • Es gibt in NÖ keinen einzigen „Fußball-Cluster“! Es gibt keinen einzig bekannten und dokumentierten Fall, wo sich ein Spieler in der Kabine oder am Feld angesteckt hat, es gibt keinen einzigen dokumentierten Fall, wo sich ein Zuschauer am Fußballplatz angesteckt haben könnte.
  • Amateursport ohne Zuschauer (vor allem im Fußball, wo es Freiflächen genug gibt) ist nicht  undenkbar, ohne Zuschauer fehlen die existenznotwendigen Einnahmen!

DAGEGEN WERDEN UND MÜSSEN WIR UNS ZUR WEHR SETZEN!!! ZIEL MUSS ENTWEDER EINE RÜCKNAHME DIESER MASSNAHME SEIN ODER EINE ENTSPRECHENDE  ENTSCHÄDIGUNGSZAHLUNG FÜR EINNAHMENVERLUSTE, DAMIT DIE VEREINE AUCH WEITERHIN IN EINE FINANZIELL ABGESICHERTE ZUKUNFT BLICKEN KÖNNEN!

Überlagert wurde die Diskussion durch die Message, dass „Aufmüpfige“ mit einem „Zwangsabstieg“ bedroht wurden.

Tatsache ist:

  • Wer jetzt den Spielbetrieb aus Protest bis zum Sommer einstellt, der hat tatsächlich mit Sanktionen zu rechnen. Dazu bekenne ich mich auch.
  • In Summe gibt es aber ab sofort ein sehr vielfältiges Manual (von Spielabsagen, Platzwahltausch, einvernehmlichen Verschiebungen…..), um keine „Geisterspiele“ durchführen zu müssen und in covidbedingten „engen“ Situationen möglichst flexibel reagieren zu können – ohne Sanktionen!

Die Hauptgruppenleitung trifft sich zu Beginn der nächsten Woche, danach werden wir alle Vereine im Bereich der HG Süd GEMEINSAM informieren und auch bitten, an die verantwortlichen Entscheidungsträger entsprechende Botschaften (siehe Einleitung) zu schicken! 

 

Offener Brief: "Wir alle haben uns bemüht"

Quelle: meinfussball.at vom 1. Okt. 2020

Rohrendorf wendet sich mit einem Appell gegen die Geisterspiele an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Sportlandesrat Jochen Danninger. 

Ab 5. Oktober sind auf Niederösterreichs Fußballplätzen keine Zuschauer mehr erlaubt, wenn die Corona-Ampel orange leuchtet. Das tut sie im Bezirk Krems-Land momentan. Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Ampelkommission in ihrer heute, Donnerstag, stattfindenden Sitzung eine Zurückstufung auf Gelb beschließt. 

Der FC Moser Medical Rohrendorf wendet sich wegen der drohenden Geisterspiele mit einem emotionalen offenen Brief direkt an Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner und Sportlandesrat Jochen Danninger. Darin heißt es, dass sich "alle Vereine zuletzt redlich bemüht" hätten, "die aufgestellten Vorgaben zu erfüllen" und, dass die nunmehrige "Verschärfung, nicht hinnehmbar" sei. Gleichzeitig weist Michael Karjalainen-Dräger, der Rohrendorfs Pressesprecher und Verfasser des Schreibens, darauf hin, dass es Alternativen gegeben hätte. Etwa verstärkte Kontrollen und harte Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben oder eine "positive Werbeaktion mit den entsprechenden Hinweisen auf die nötigen Richtlinien zur Bewusstseinsbildung". 

Die abschließende Forderung in dem offenen Brief: Die Zurücknahme der Geisterspiel-Verordnung, "um den Fußball-Amateurvereinen das Überleben zu sichern und das soziale Leben in Dorfgemeinschaften und Vereinen nicht nachhaltig zu zerstören."

Der gesamte offene Brief zum Nachlesen:

Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau,
sehr geehrter Herr Sportlandesrat!

Mit Überraschung und Bestürzung musste ich von den von Ihnen mit Gültigkeit vom kommenden Montag, 5.10.2020 verschärften Maßnahmen für Fußball-Amateurvereine anlässlich der „Corona-Pandemie“ in Niederösterreich erfahren. Dieser Schritt, in Bezirken mit oranger Ampelfarbe kein Publikum mehr zuzulassen, ist eine nicht nachvollziehbare Handlung, sie trifft Menschen und Gemeinschaften mit voller Härte.

Wie Sie ja wissen, leben Fußballklubs im Amateurbereich vornehmlich von Sponsor*innen (u.a. Bandenwerbung, Patronanzen, Ballspenden, Werbejingles während der Matches), Eintrittsgeldern und Kantinenerlösen. Durch den Ausschluss von Zuschauer*innen fallen diese lebenswichtigen Erträge kurz- bzw.mittelfristig zur Gänze weg, auch Unterstützer*innen, die auf die Gegenleistung der öffentlichen Präsenz bzw. Bewerbung angewiesen sind, werden ihr Sponsoring über kurz oder lang sein lassen.

Der von Ihnen angedachte Ersatz dieser Einnahmenentgänge ist angesichts der Situation eine selbstverständliche Aktion, soll ja der Spielbetrieb der Amateurligen weitergeführt werden, womit ein entsprechender Aufwand verbunden ist (u.a. Fixkosten für den Erhalt des Sportplatzes, die pauschale Reiseaufwandsentschädigung für Spieler und Trainer, etc.).

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist die soziale Dimension von Fußballverein und Fußballplatz. Alle Vereine haben sich zuletzt redlich bemüht, die von Ihnen bzw. der Bundesregierung aufgestellten Vorgaben bezüglich Hygiene, Abstandsregelungen und Mund-Nasen-Schutz zu erfüllen. Dafür wurde uns im Gegenzug versprochen, dass wir den Spielbetrieb vor Publikum weiterführen können.

Dass Sie nun angesichts von 90 Neuinfektionen, die dem Sportbetrieb (und nicht allein dem Fußball)
zugeordnet wurden, eine derartige Verschärfung in Kraft setzen wollen, ist für mich nicht hinnehmbar. Es gäbe ja auch andere Lösungen, wie etwa die verstärkte Kontrolle von Veranstaltungen mit entsprechenden Konsequenzen, etwa einem Publikumsverbot für eine gewisse Anzahl an Spielen, oder eine positive Werbeaktion mit den entsprechenden Hinweisen auf die nötigen Richtlinien zur Bewusstseinsbildung bei den Beteiligten.

Daher fordere ich Sie dringend auf, diese Maßnahmen noch vor dem 5.10.20 zurück zu nehmen, um den Fußball-Amateurvereinen das Überleben zu sichern, ohne weitere öffentliche Gelder aufbringen zu müssen und das soziale Leben in Dorfgemeinschaften und Vereinen nicht nachhaltig zu zerstören. Physical distancing unter bestimmten Umständen wie diesen ja – social distancing aber ist ein No-Go, es bringt die Menschen auseinander und zerstört die Grundfesten unserer Republik. 
autor6  





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"Alles aufgegangen"

Publiziert von Malcolm Zottl am 28. Sep. 2020

Kaltenleutgeben behält auch nach dem Bezirksderby seine weiße Weste.

In der Anfangsviertelstunde standen die Zeichen auf Überraschung. Denn nach nur fünf Minuten agierte Kaltenleutgebens Defensive zu langsam und Manfred Wagner konnte sich nur mit einem Leiberlzupfer im Sechzehner helfen. Seyyid Ekinci verwertete den folgenden Elfer nach nur fünf Minuten souverän. Doch Sebastian Obermayer riss das Ruder herum und glich nach 15 Minuten wieder aus.

Neudorf verpasst Anschlusstreffer

"Ab da ging es in die richtige Richtung und wir konnten unser Spiel aufziehen", erklärte ASK-Trainer Boban Ziljkic. Nach einer guten halben Stunde zog Jürgen Schuster ab. Valentin Feher fälschte den Schuss unhaltbar ab, ehe Alex Nikischer die Partie kurz vor dem Seitenwechsel sogar zu entscheiden schien. Nach der Pause bäumten sich die Gäste noch einmal auf, kamen durch einen Lattenkopfball nach einer Standard-Hereingabe beinahe zum Anschluss. Doch in der Schlussphase machte der ASK alles klar.

Hot ttrifft per Kopf

Walter Michal besorgte das 4:1, ehe er auf Mirzet Hot flankte, der einköpfte. "Normal ist es umgekehrt. Wenn der Miki mit seinen 1,5 Metern per Kopf trifft, weißt du eigentlich schon, dass uns in diesem Spiel alles gelungen ist", musste Ziljkic schmunzeln. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Obermayer. Ziljkic analysiert: "Der Gegner hat sich gewehrt und es uns ganz sicher nicht so leicht gemacht, wie das Ergebnis aussieht."


Sonntag, 27. September 2020, Kaltenleutgeben, 75 Zuseher, SR Thomas Freismuth

Tore:
0:1 Seyyid Ekinci (5., Elfmeter)
1:1 Sebastian Obermayer (15.)
2:1 Valentin Feher (31., Eigentor)
3:1 Alexander Nikischer (43.)
4:1 Walter Michal (75.)
5:1 Mirzet Hot (77.)
6:1 Sebastian Obermayer (83.)

Kaltenleutgeben: F. Grois - M. Krutsch - M. Hausladen, M. Hot (82. M. Turkovic) - I. Aktas - A. Nikischer - V. Kozo (HZ. M. Milutinovic) - W. Michal (76. R. Kelmendi) - S. Obermayer, J. Schuster, M. Wagner (76. R. Djokic); S. Tarik
Trainer: Michael Zulus

Wr. Neudorf: J. Mucherl - C. Seidl - D. Partin - V. Feher (53. O. Olsson), M. Buchta, T. Bauer - M. Idrizovic - J. Hallatschek (26. B. Hassan), S. Ekinci - B. Tarzi - M. Hacker; T. Trettler, S. Steiner, A. Subasic
Trainer: Horst Bauer

Karten:
Gelb: Manfred Wagner (4., Unsportl.) bzw. Valentin Feher (11., Foul), Oliver Olsson (75., Foul), Thomas Bauer (79., Kritik), Dominik Partin (79., Foul), Seyyid Ekinci (88., Kritik)

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Publiziert von Dominik Schneidhofer am 30. Sep. 2020

Für Brunn-Obmann Robert Schiener kommen Heimspiele ohne Zuschauer keineswegs in Frage.

Es kommen harte Zeiten auf den Fußball zu – durch die orange Corona-Ampel des Mödlinger Bezirks sind ab 5. Oktober keine Zuschauer mehr erlaubt. Brunn-Trainer Robert Schiener hat bezüglich den neuen Maßnahmen ohne Fans eine klare Meinung – und schreckt selbst vor einem drastischen Schritt nicht zurück. „Ohne Zuschauer werden wir nicht spielen, das geht einfach nicht“, zeigt sich Schiener über die Vorgehensweise der Regierung fassungslos. Vom NÖFV würde er sich ein solidarisches Vorgehen wünschen keine Spiele mehr zu bestreiten.

„Diese Idee der Regierung ist einfach ein Unding für mich“, so Schiener weiter. Dass das spielen unter Zuschauern in manchen Bezirken möglich ist und in anderen wiederum nicht kann, Schiener nicht nachvollziehen. Viele Vereine tendieren zu einem Tausch des Heimrechts um zumindest auswärts vor Zuschauern spielen zu können. Doch auch das kann für Schiener nicht des Rästels Lösung sein. Angst vor möglichen Konsequenzen bei einem Spiel-Boykott hat Schiener nicht. „Wenn es Konsequenzen gibt, dann ist das Ehrenamt gestorben“, ist Schiener überzeugt. Das Heimspiel am 9. Oktober gegen Eggendorf wäre die erste Brunner Heimpartie, die unter die neue Regelung fallen würde.

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Kaltenleutgeben - Wr. Neudorf 6:1.

"Alles aufgegangen"

Publiziert von Malcolm Zottl am 28. Sep. 2020

Kaltenleutgeben behält auch nach dem Bezirksderby seine weiße Weste.

In der Anfangsviertelstunde standen die Zeichen auf Überraschung. Denn nach nur fünf Minuten agierte Kaltenleutgebens Defensive zu langsam und Manfred Wagner konnte sich nur mit einem Leiberlzupfer im Sechzehner helfen. Seyyid Ekinci verwertete den folgenden Elfer nach nur fünf Minuten souverän. Doch Sebastian Obermayer riss das Ruder herum und glich nach 15 Minuten wieder aus.

Neudorf verpasst Anschlusstreffer

"Ab da ging es in die richtige Richtung und wir konnten unser Spiel aufziehen", erklärte ASK-Trainer Boban Ziljkic. Nach einer guten halben Stunde zog Jürgen Schuster ab. Valentin Feher fälschte den Schuss unhaltbar ab, ehe Alex Nikischer die Partie kurz vor dem Seitenwechsel sogar zu entscheiden schien. Nach der Pause bäumten sich die Gäste noch einmal auf, kamen durch einen Lattenkopfball nach einer Standard-Hereingabe beinahe zum Anschluss. Doch in der Schlussphase machte der ASK alles klar.

Hot ttrifft per Kopf

Walter Michal besorgte das 4:1, ehe er auf Mirzet Hot flankte, der einköpfte. "Normal ist es umgekehrt. Wenn der Miki mit seinen 1,5 Metern per Kopf trifft, weißt du eigentlich schon, dass uns in diesem Spiel alles gelungen ist", musste Ziljkic schmunzeln. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Obermayer. Ziljkic analysiert: "Der Gegner hat sich gewehrt und es uns ganz sicher nicht so leicht gemacht, wie das Ergebnis aussieht."

Kaltenleutgeben - Wr. Neudorf 6:1 (3:1)


Sonntag, 27. September 2020, Kaltenleutgeben, 75 Zuseher, SR Thomas Freismuth

Tore:
0:1 Seyyid Ekinci (5., Elfmeter)
1:1 Sebastian Obermayer (15.)
2:1 Valentin Feher (31., Eigentor)
3:1 Alexander Nikischer (43.)
4:1 Walter Michal (75.)
5:1 Mirzet Hot (77.)
6:1 Sebastian Obermayer (83.)

Kaltenleutgeben: F. Grois - M. Krutsch - M. Hausladen, M. Hot (82. M. Turkovic) - I. Aktas - A. Nikischer - V. Kozo (HZ. M. Milutinovic) - W. Michal (76. R. Kelmendi) - S. Obermayer, J. Schuster, M. Wagner (76. R. Djokic); S. Tarik
Trainer: Michael Zulus

Wr. Neudorf: J. Mucherl - C. Seidl - D. Partin - V. Feher (53. O. Olsson), M. Buchta, T. Bauer - M. Idrizovic - J. Hallatschek (26. B. Hassan), S. Ekinci - B. Tarzi - M. Hacker; T. Trettler, S. Steiner, A. Subasic
Trainer: Horst Bauer

Karten:
Gelb: Manfred Wagner (4., Unsportl.) bzw. Valentin Feher (11., Foul), Oliver Olsson (75., Foul), Thomas Bauer (79., Kritik), Dominik Partin (79., Foul), Seyyid Ekinci (88., Kritik)

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Nördlich von Wien empfing der 1. FC Bisamberg den ASV Vösendorf vor 80 Zusehern in der 2. Landesliga Ost. Die von Christoph Knirsch betreuten Gäste ließen in Klosterneuburg nichts anbrennen und fuhren völlig verdient ihren zweiten Saisonsieg ein. In der Tabelle zogen sie damit an den Gastgebern vorbei und rangieren nach vier gespielten Partien auf Platz fünf, Bisamberg rutschte dagegen auf Rang acht ab.

Vösendorf hatte vor allem in Halbzeit eins mehr vom Spiel, wie der ASV-Coach im Anschluss der Partie festhielt: „In den ersten 45 Minuten war es eine offene Partie, wobei wir aus meiner Sicht vorn die klareren Situationen hatten. Bisamberg stand tief drin auf dem kleinen Spielfeld und lauerte mit einem 5-4-1-System auf Konter. Dadurch war unterschwellig immer Gefahr in Verzug, speziell bei Standards und Einwürfen, doch wir haben sehr gut verteidigt und nichts zugelassen.“ In der 38. Minute gingen die Gäste schließlich in Führung: Nach einem Zuspiel aus dem eigenen Strafraum leitete Mathias Svoboda am Mittelkreis den Ball direkt zu Gerald Bauer weiter. Kurz vor dem Sechzehner spielte der den Doppelpass zurück auf Svoboda, welcher dann nur mehr die Kugel über die Linie zu drücken brauchte.

Drei Tore im zweiten Durchgang lassen Gäste jubeln

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es erneut im Kasten der Hausherren. Bisambergs Anis Balti vertändelte im Mittelfeld den Ball, danach ging es blitzschnell: Mario Kiraly schnappte sich das Leder, zündete den Turbo und zog aufs gegnerische Tor zu – weder die Abwehr noch der Tormann konnten ihn stoppen und so netzte er trocken mit links zum 0:2 ein. „Gleich nach der Pause konnten wir durch eine hervorragende Individualleistung von Mario Kiraly nachlegen, der den Ball überzuckert und in der Folge alles richtig gemacht hat. Der Mensch ist ein Wahnsinn – in seinem Alter noch mit so einem Tempo und so einem Zug zum Tor – respekt! Ich bin froh, dass ich ihn habe, der hat eine richtige Siegermentalität“, so Knirsch. Fast direkt im Gegenzug gelang allerdings Unglücksrabe Balti im Zusammenspiel mit Markus Burger der Anschlusstreffer für die Gastgeber, wodurch es noch einmal spannend wurde!

Vösendorf in hektischer Schlussphase letztlich konsequenter

In der Folge ging es hin und her, ehe Vösendorf in der Schlussminute noch auf 1:3 stellen konnte. Nachdem Thomas Antony am linken Flügel Alexander Kaunich bediente, tankte sich dieser sehenswert durch und setzte mit einem Schuss aus über 20 Metern ins lange Eck den Schlusspunkt der Begegnung. Knirsch: „Unterm Strich war es über 90 Minuten eine super Mannschaftsleistung gegen ein Team mit sehr, sehr guten Spielern. Ich bin mir sicher, dass heuer nicht viele Teams in Bisamberg gewinnen werden. Nach der unglücklichen Niederlage letzte Woche hatten wir diesmal das nötige Quäntchen Glück und somit auch wieder das Momentum auf unserer Seite.“

Die Besten: Mario Kiraly (MF), Gerald Bauer (ST)

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Mistelbach brutal effizient

Publiziert von David Aichinger und Malcolm Zottl am 19. Sep. 2020

Die Rötzer-Elf schoss Vösendorf am Freitagabend mit 6:1 ab, für beide Seiten fiel das Resultat aber deutlich zu hoch aus.

"Ich muss sagen, die erste Viertelstunde hat eigentlich Vösendorf gehört", begann Mistelbach-Coach Alfred Rötzer die Analyse des Kantersiegs mit Lob für den Gegner. Der sei besser ins Spiel gekommen und viel aggressiver gewesen. Die Gäste gingen auch weit vorne drauf, Mistelbach konnte das Spiel nicht in Ruhe aufbauen. Das gefiel auch ASV-Trainer Christoph Knirsch: "Bis zum 0:1 waren wir eigentlich leicht die bessere Mannschaft."

Der angesprochene Führungstreffer sollte das aber schlagartig verändern. Mistelbach sicherte sich einen "zweiten Ball", Fabian Steirich sprintete über das halbe Feld, setzte den Ball an die Stange, von wo das Spielgerät ideal vor Andreas Fellner landete. Der hatte mit rechts keine Mühe mehr (13.). Ähnlich die Situation beim 2:0 nach exakt der doppelten Spielzeit: diesmal traf Lukas Stetter die Stange und Josef Hesek staubte ab. Angefeuert von Frau und Kind, die im VIP-Klub neben den Rapidlern Maximilian Hofmann und Philipp Schobesberger Platz nahmen (sie schauten Freund Dominik Scheitz auf die Beine), schnürte Hesek bald darauf seinen Doppelpack - wieder ein Abstauber.

"Wir wussten nicht, was gerade passiert ist"

Und für Vösendorf kam es noch schlimmer, denn eiskalte Mistelbacher legten kurz vor der Pause noch den vierten Treffer nach. Wie beim 3:0 nach einer Ecke, diesmal aber nach einer des Gegners. Fabian Steirich leitete den Konter am eigenen Sechzehner ein und schloss ihn letztlich auch ab, der 19-Jährige donnerte den Ball nach einem Scheitz-Versuch aus kurzer Distanz unter die Latte. Die Gäste wussten nicht, wie ihnen geschah. "In der ersten Halbzeit war es sicher kein 0:4", analysierte Trainer Knirsch: "Wir sind in der Kabine gesessen und haben nicht gewusst, was gerade passiert ist."

Seine Elf fand aber scheinbar neue Motivation, nur zehn Minuten zurück am Spielfeld ging ein abgefälschter Schuss von Marco Fischer in die Maschen - nur noch 1:4. Doch Mistelbach behielt sich auch im zweiten Durchgang seine brutale Effizienz, Fellner bediente Scheitz zum 5:1 und setzte einen herrlichen Freistoß zum 6:1 über die Mauer. Das feierte der 23-Jährige wie gewohnt mit einem Salto vor der Tribüne, die die Mistelbacher Verantwortlichen in mühevoller Detailarbeit in coronagerechte Zonen unterteilt hatten.

Mistelbach gefiel gar nicht alles

Coach Rötzer freute sich demnach für den gesamten Verein und für die Zuschauer, wenngleich er zugab, dass der Sieg zu hoch ausfiel und es sogar einige Sachen gegeben hätte, die dem Trainerteam und auch einigen Spielern gar nicht so gefallen hatten. Sein Gegenüber Christoph Knirsch stimmte zu: "Mistelbach ist an diesem Tag alles aufgegangen, uns einfach nicht. Wir haben unsere Chancen nicht genützt. Mistelbach hat natürlich verdient gewonnen, 1:6 ist allerdings viel zu hoch."

Mistelbach - Vösendorf 6:1 (4:0)


Freitag, 18. September 2020, Mistelbach, 150 Zuseher, SR Robert Radev

Tore:
1:0 Andreas Fellner (13.)
2:0 Josef Hesek (26.)
3:0 Josef Hesek (31.)
4:0 Fabian Steirich (43.)
4:1 Marco Fischer (55.)
5:1 Dominik Scheitz (70.)
6:1 Andreas Fellner (76., Freistoß)

Mistelbach: S. Dominkovics, M. Marusa, T. Augustin, M. Hosp, F. Steirich (77. D. Kraupp), T. Tok, D. Scheitz, J. Hesek (71. J. Rapper), A. Fellner (81. J. Schild), G. Gschwindl, L. Stetter; M. Trnka, F. Marhofer
Trainer: Alfred Rötzer

Vösendorf: K. Pendl - A. Kaulich, M. Byslovsky (68. M. Miric), M. Haidner (88. K. Mucaj), M. Svoboda, M. Fischer, M. Bidlo, F. Grund, T. Antony, G. Bauer (76. J. Tumik), P. Müller; P. Stürzer, J. Hansl
Trainer: Christoph Knirsch

Karten:
Gelb: Thomas Augustin (56., Unsportl.), Dominik Scheitz (59., Foul), Tomas Tok (62., Foul) bzw. Thomas Antony (75., Unsportl.), Marco Fischer (79., Foul)

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Rundenvorschau

Achau vor der nächsten Hürde

Publiziert von Malcolm Zottl am 11. Sep. 2020

Beim Tabellenführer ist Matteo Wiederkom in Hochform. Doch die Gebietsliga-Fohlen aus Ebreichsdorf sind nicht zu unterschätzen.

Mödling hievte sich vor der Saison selbst in den Kreis der Titelkandidaten. Nach den letzten zwei Niederlagen versprüht Sportchef Zoran Zivanic Zweckoptimismus: "Wir müssen auf die ersten 45 Minuten gegen Ebergassing aufbauen", ist der Traum vom Teller anscheinend immer noch nicht ausgeträumt. Nun geht es gegen Brunn II, auch die Haselgruber-Elf erlebte zuletzt bittere 90 Minuten. Gegen Hintebrrühl/Gießhübl verloren die Brunner nach 2:0-Führung mit 2:3. Das tat Haselgruber, als ehemaligen Hinterbrühl-Kicker, besonders weh. Er weiß, dass andere Mannschaften oft cleverer agieren als seine Youngsters und zeiht einen amüsanten Vergleich: "Gegen uns zu spielen, ist wie ein 40-Jähriger in der Disco. Abwarten und schauen, dass sich was ergibt."

Laxenburg und Münchendorf um die ersten Punkte

Neben dem Bezirksderby steigt am Freitag auch das Duell Moosbrunn gegen Eichkogel. Die Gäste verloren zuletzt Achau und Zwölfaxing, das waren gleichzeitig zwei erste Bewährungsproben, ob Eichkogel im Titelkampf mitmischen kann. Gegen Moosbrunn geht es darum, zurück in die Spur zu finden. Ein Kellerduell geht währenddessen in Laxenburg über den Rasen. "Lax" ist nach zwei Niederlagen Viertletzter. Gegner Münchendorf ist gar Letzter, das vernichtende Torverhältnis lautet 0:16.

Vier Mannschaften  sind schon in guter Form

Deutlich besser läuft es derweil in Achau, weil Matteo Wiederkom trifft wie er will. Triplepack gegen Eichkogel, Triplepack gegen Erlaa. Wiederkom will seinen Lauf gegen Ebreichsdorf II fortsetzen, doch der Tabellenführer muss gegen die Gebietsliga-Fohlen auf der Hut sein. Sie sind nach drei Partien nämlich ebenfalls noch ungeschlagen (ein Sieg, zwei Unentschieden). Ungeschlagen: Das sind auch Wiedereinsteiger Hinterbrühl/Gießhübl und Velm. Vor allem in der Hinterbrühl ist die Euphorie nach Derbysiegen gegen Brunn und Mödling groß. "Velm ist aber auch gut drauf", weiß Obmann Christian Moser, dass der nächste schwere Gegner wartet.

Titelfavorit Zwölfaxing will makellos bleiben

Ein umkämpftes Spiel wird es wohl auch in Zwölfaxing geben. Die Liesinger sind nach einer Niederlage gegen Achau etwas angeschlagen, Zwölfaxing haben die meisten Teams am Tippzettel ganz oben. Der Titelfavorit feierte bisher zwei Siege, eine Gala war da aber nicht dabei. Ein weiterer Anwärter auf die Top-Plätze ist Ebergassing, das gegen Mitterndorf zu favorisieren ist. Den Abschluss der Runde begehen Siebenhirten und Lanzendorf. Coronameister Siebenhirten heimste zuletzt den ersten Saisonsieg ein, während Lanzendorf gegen Velm eine 0:8-Ohrfeige bekam.


Die nächste Runde:

Freitag 19:30 Uhr:Mödling VfB - Brunn/Geb. II 20:00 Uhr:Moosbrunn - Eichkogel Samstag 15:00 Uhr:Laxenburg - Münchendorf 16:30 Uhr:Zwölfaxing - Erlaa Achau - Ebreichsdorf KM II, Velm - SG Hinterbrühl/Gießhübl Sonntag 11:00 Uhr:Siebenhirten/Wien - Lanzendorf-A.

Coronabedingt kann es auch kurzfristig zu Absagen kommen.

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SVg Breitenau, ASV Vösendorf 
Brüderduell: Wer ist der bessere Sabani?

Publiziert von Dominik Schneidhofer am 9. Sep. 2020 Quelle:meinfussball.at

Am Freitag treffen Breitenau und Vösendorf aufeinander. Oder: Das Duell der Brüder Daniel und Dennis Sabani.

Während das Spiel am Freitag zwischen Breitenau und Vösendorf für manche nur ein normales Meisterschaftsspiel ist, wird es für zwei Akteure ein ganz besonderes Duell. Auf der einen Seite Breitenau-Keeper Daniel Sabani (22), auf der anderen Seite Vösendorf-Angreifer Dennis Sabani (19) – ein Brüderduell! Erstmals treffen die beiden in einem Pflichtspiel aufeinander. „Es ist etwas Spezielles und Besonderes. Jeder von uns beiden will zeigen, wer der bessere Sabani ist“, blickt Daniel Sabani dem Duell schon voller Vorfreude entgegen, „für mich ist es ja zusätzlich besonders, weil Vösendorf auch noch mein Heimatverein ist.“

Während Dennis schon im Vorhinein versucht, den älteren Bruder mit Sticheleien aus dem Konzept zu bringen, versucht sich Daniel davon nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und ruhig ins Spiel zu gehen. Doch wie sieht überhaupt die Rivalität im Hause Sabani aus? Stichwort FIFA, Tennis und Co. „Bei solchen Dingen wird ab der 1. Minute der Schalter von Bruder auf Rivale umgelegt. Es ist immer ein gewisser Ehrgeiz vorhanden“, will Dennis auch beim Fußball-Duell als Sieger vom Platz gehen.

Genau das will Daniel mit seinen Paraden verhindern. „Man verträgt es einfach nicht, wenn der Bruder gewinnt. Selbst beim Würfelpoker will ich ihn besiegen“, schmunzelt der Schlussmann. So kommt zum Sieg an sich natürlich auch noch das private Duell am Feld dazu. Denn was würde passieren, wenn Daniel eine gute Chance von Dennis hält? Oder Dennis seinem Bruder ein Tor macht? „Dennis ist sehr zuversichtlich, dass er ein Tor macht. Ich wünsche mir, dass er es nicht schafft. Wenn wir aber 2:1 gewinnen und er das Tor macht, hab ich auch nichts dagegen“, meint Daniel mit einem Augenzwinkern. Dennis hat sein Visier beim 4:3-Erfolg über Bad Vöslau jedenfalls schon rechtzeitig mit einem Treffer eingestellt. „Wenn er Bälle von mir pariert, kann ich mir eine Woche was anhören“, will Dennis das auf jeden Fall verhindern.

Und Mama Sabani? Die hofft, dass es ein brüderliches Unentschieden wird. „Sie will einfach nur, dass es keine Streitigkeiten gibt und wir uns lieb haben“, lacht Daniel. Den Gefallen können sie ihrer Mama aber nicht tun – denn im Brüderduell wollen beide der Sieger sein.

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Quelle:meinfussball.at

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zum Bericht  Quelle: meinfussball.at